Vom Mandanten her denken

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20/3/14

Steuerberater dürfen keine Bindungen eingehen, die ihre Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit einschränken könnten. Dazu gehört auch, nicht provisionsgetrieben Steuersparfonds zu empfehlen, wie kürzlich geschehen. „Gier ist ein schlechter Ratgeber“, sagt Burkhard Küpper von der Steuerberatungsgesellschaft Albers aus Düsseldorf.

Steuerberater: Die Branche steht in dem Ruf, sehr diskret und konservativ zu arbeiten, Recht und Gesetz zu achten und als Partner und Vertraute ihrer Mandanten gegenüber der Finanzverwaltung, Banken und anderen Institutionen sowie Unternehmen zu fungieren. Doch leider gilt diese Seriosität nur für die allermeisten Steuerprofis und eben nicht für alle. Denn wie sich jetzt herausgestellt hat, haben einige Steuerberater Vereinbarungen mit Banken getroffen und ihren Mandanten spezielle Steuersparfonds empfohlen – und dafür eine Provision erhalten.

Das ist nicht rechtens, hat das Oberlandesgericht Frankfurt (Az. 1 U 30/11) im vergangenen Jahr festgestellt: „Ein Steuerberater kann sich gegenüber seinem Mandanten schadensersatzpflichtig machen, wenn er ihn zu einem Vertragsschluss mit einem Dritten veranlasst, aber nicht offenbart, dass er dafür eine Provision erhält“, heißt es dort. Der Steuerberater sei also verpflichtet, eine Provisionsvereinbarung offenzulegen. Zudem verstoße eine solche Vorgehensweise gegen die Berufsordnung der Bundessteuerberaterkammer, betont Burkhard Küpper, Steuerberater aus Düsseldorf und geschäftsführender Gesellschaft der Steuerberatungsgesellschaft Albers mbH. „In der Berufsordnung ist eindeutig im Paragraf ‚Unabhängigkeit’ formuliert, dass Steuerberater keine Bindungen eingehen dürfen, die ihre berufliche Entscheidungsfreiheit gefährden können. Das gilt natürlich auch für Vereinbarungen mit Finanzdienstleistern, in dessen Auftrag sie ihren Mandanten Anlageprodukte empfehlen, um sich selbst daran zu bereichern. Diese Sache zeigt auch: Gier ist ein schlechter Ratgeber!“

Der Bundesgerichtshof hat zwar schon vor fast 30 Jahres ausgeführt, dass der Inhalt eines Steuerberatungsvertrages auch die Erörterung der einkommensteuerlichen Belastung und deren Reduzierung durch steuerbegünstigte Anlagen umfassen könne. Es liege in der Natur der Sache, dass steuerliche Berater mit ihren Mandanten auch die Frage erörtern, in welcher Weise diese ihr Vermögen am steuergünstigsten anlegen, erläutert Küpper weiter. „Dabei muss aber die völlige Objektivität des Steuerberaters gewährleistet sein. Sein Beratungsansatz darf von nichts anderem als dem Interesse des Mandanten geleitet werden.“ Die Richter des OLG Frankfurt führten zu dem Thema aus: Ein Steuerberater begehe einen Treuebruch und eine schwerwiegende Pflichtverletzung, wenn er seinen Mandanten zu einem Vertragsschluss mit einem Dritten veranlasse und nicht offenbare, dass ihm dafür eine Provision zufließe.

Der Steuerberater, der die Düsseldorfer Kanzlei gemeinsam mit seinem Partner Jens Albers, ebenfalls Steuerberater und geschäftsführender Gesellschafter, führt, langjährige Vertrauensverhältnisse zu den Mandanten pflegt und ausschließlich in der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung und Begleitung von Unternehmern und Unternehmen tätig ist, weist darauf hin, dass Mandanten ihren Beratern nicht anstandslos alles glauben sollten. Es komme darauf an, bei Ratschlägen und Entscheidungen nach dem „Warum“ zu fragen und sich immer vom Steuerberater die möglichen Konsequenzen aufzeigen zu lassen. „Das ist der beste Weg, um sich und die eigenen Interessen zu schätzen. Denn ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, ist das Wehklagen groß“, sagt Küpper.

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