Verschärfte Regeln für den Vorsteuerabzug

Veröffentlicht

am

1/1/16

Rechnungen von Lieferanten, die nur Postfachadressen beinhalten, sind für Unternehmen laut einem Urteil des Bundesfinanzhofes nicht mehr zum Vorsteuerabzug berechtigt. Die auf den Mittelstand spezialisierte Steuerberatungsgesellschaft Albers warnt vor teuren Konsequenzen.

Der Abzug der Vorsteuer ist für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler ein wichtiger Aspekt in der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Kalkulation. Denn wer regelmäßig Produkte und Dienstleistungen von Dritten einkauft, plant die Rückerstattung der gezahlten Mehrwertsteuer fest in den buchhalterischen Kreislauf ein. „Das ist aber nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs kein Selbstläufer mehr. Die Richter haben die umsatzsteuerlichen Rechnungsanforderungen verschärft“, erläutert Burkhard Küpper, geschäftsführender Gesellschafter der Steuerberatungsgesellschaft Albers mit Sitz in Hilden. Er führt das seit 1980 aktive Unternehmen gemeinsam mit dem Gründer Jens Albers als auf die umfassende betriebswirtschaftliche und steuerliche Mittelstandsberatung konzentrierte Kanzlei.

Mit dem Urteil vom 22. Juli 2015 (V R 23/14) hat der Bundesfinanzhof den Vorsteuerabzug aus einer Lieferantenrechnung versagt, weil der Lieferant unter der Rechnungsadresse nur postalisch erreichbar war und dort keine wirtschaftliche Aktivität entfaltete. Das Merkmal „vollständige Anschrift“ gem. § 14 Abs. 4 Nr. 1 UStG erfüllt „nur die Angabe der zutreffenden Anschrift des leistenden Unternehmers, unter der er seine wirtschaftlichen Aktivitäten entfaltet“. „Dies ist ein entscheidender Passus für Unternehmen. Sie müssen auf eine korrekte Rechnungsadresse im Sinne des Urteils bei ihren Lieferanten achten, sonst riskieren sie den Vorsteuerabzug. Und das kann teuer werden“, warnt Jens Albers.

Konkret heißt das: Nach der neuen BFH-Rechtsprechung sind Rechnungen, die lediglich eine Postfachadresse beinhalten, nicht mehr zum Vorsteuerabzug berechtigt. Damit stelle sich der Bundesfinanzhof übrigens gegen eine gängige Verwaltungsmeinung, nach der die Angabe eines Postfaches für den Vorsteuerabzug ausreichend sei, fügt Burkhard Küpper hinzu. Für die Vergangenheit besteht Jens Albers zufolge Vertrauensschutz – aber nur für die Besteuerungszeiträume, für die bereits eine Umsatzsteuererklärung abgegeben wurde. „Die Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen ist hierbei nicht ausreichend.“

Die beiden Steuerberater rufen Unternehmer deshalb dazu auf, mit allen Lieferanten Vereinbarungen zu treffen, mittels derer solche Situationen vermieden werden können. Das sei nicht nur aus Kostengründen für die Leistungsempfänger entscheidend; auch die Lieferanten würden sich auf diese Weise gegen Schwierigkeiten in der Geschäftsbeziehung wappnen

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